Dark Web von Veit Etzold (Rezension #036)

Dark Web von Veit Etzold

Inhalt:
Eine Cyber-Ermittlerin, ein Online-Broker und eine neue, gigantische Suchmaschine agieren im Zentrum dieses hochrealistischen Thrillers über Cyber-Terrorismus.

Die Suchmaschine. Mit Holos hat Europa endlich sein eigenes Google. Was niemand weiß: Die Datenkrake, die von Politikern, Promis und Presse bejubelt wird, verfügt über gefährlich viel Geld und hochsensible Daten – und ihre Ursprünge liegen in einem geheimen Forschungskomplex.

Oliver Winter. Als dem Daytrader wegen mies laufender Börsengeschäfte das Wasser bis zum Hals steht, stürzt er sich ins DARK WEB. Hier dealt er mit illegalen Waren. Sein Problem: Bald schon soll Oliver für ein russisches Mafia-Kartell nicht nur Drogen und Waffen verkaufen, sondern auch Menschen. Darunter sogenannte Dolls, Frauen, die durch Amputationen und Gehirnwäsche zu reinen Objekten wurden.

Jasmin Walters. Sie leitet die Cyberterrorismus-Einheit Nemesis, angesiedelt zwischen BND und BKA. Nach und nach begreift Jasmin, dass der vermeintlich segensreiche Internetriese Holos nicht nur im Internet, sondern auch im DARK WEB operiert.

Titel: Dark Web
Autor: Veit Etzold
Verlag: Droemer TB
Seiten: 592 Seiten
Format: Taschenbuch
ISBN: 978-3426305508
Gelesen: Juli 2017
Wertung:
Preis: 9,99 € (TB) / 9,99 € (Ebook)
Bezugsquelle(n): Kaufen könnt ihr das Buch hier.

Der Autor:
Veit Etzold, geboren 1973 in Bremen, studierte Anglistik, Kunstgeschichte, Medienwissenschaften und General Management in Oldenburg, London und Barcelona. Er arbeitete für Medienkonzerne, Banken, in der Unternehmensberatung und in der Führungskräfteentwicklung.

Meine Meinung:
Erschreckend realitätsnah!

Im ersten Drittel prasseln auf den Leser sehr viele verschiedene Handlungsstränge, sehr viele unterschiedliche Personen, Gruppen und Erklärungen ein. Im ersten Moment mag das ein leichter Overload sein, allerdings legt sich dies wieder und es kommt definitiv der Geschichte zugute.

Bei den unterschiedlichen Handlungssträngen, welche am Ende in einem Showdown zusammenlaufen, geht es zum Beispiel Oliver, einen Daytrader, der an der Börse durch eine Unachtsamkeit sein Geld verzockt hat und dadurch in massive Schwierigkeiten gerät.
Allerdings kommt einer seiner Freunde auf die Idee, dass sie ohne Probleme auf andere Weise an Geld kommen können. Sie bauen im Dark Web eine Handelsplattform namens Nacrobay auf, auf welcher Drogen, Waffen, usw. gehandelt werden können und sie erhalten dadurch eine saftige Provision.
Durch diese Geschäfte geraten sie allerdings in einen Strudel, der sie immer weiter in kriminelle Machenschaften zieht, da durch ihren Erfolg auch die Russenmafia auf sie aufmerksam wird.

In den weiteren, darin verflochtenen Handlungssträngen geht es unter anderem um die Russenmafia, welche im Verlauf der Geschichte eine immer größere Rolle spielt. Ermittlungen durch BND und BKA und eine Software Firma, die ein „europäische Google“ namens „Holos“ entwickelt hat.

Meiner Meinung nach sind die Charaktere des Buches sehr gut ausgearbeitet. Sei es nun Oliver Winter selbst, die Mitglieder der Mafia, Auftragsmörder oder Regierungsbeamte.
Allerdings ist der einzige Charakter, den ich wirklich sympathisch fand, Oliver Winter.
Er hat mir einfach leidgetan. Durch sein Pech an der Börse hat er dermaßen viel Geld verloren, steht kurz vor dem finanziellen Ruin und nur kriminelle Machenschaften können ihn noch irgendwie retten. Leider bemerkt er erst, als es zu spät ist, dass alles gehörig schief läuft!

Veit Etzold hat mich mit seinem Thriller „Dark Web“ schlichtweg begeistert! Der Roman ist durchweg spannend und Etzolds Schreibstil liegt mir total!
Die kurz gehaltenen Kapitel, gespickt mit jeder Menge Verschwörungstheorien, halten die Spannung permanent aufrecht und es kommt beim Lesen keine Langeweile auf.

Bei „Dark Web“ handelt es sich zwar um den ersten Thriller, den ich von Veit Etzold gelesen habe, aber definitiv nicht um den letzten!
Von mir erhält Veit Etzolds „Dark Web“ 8 von 10 Punkte!

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Das Buch wurde mir vom Verlag kostenlos und bedingungslos zur Verfügung gestellt. Meine Meinung wurde dadurch in keinster Weise beeinflusst.

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