Evil von Jack Ketchum (Rezension #044)

Evil von Jack Ketchum

Inhalt:
Jack Ketchums beunruhigender, grenzüberschreitender Horrorthriller gilt unter Experten als eines der großen Meisterwerke des Genres. Die Geschichte eines Jungen, der inmitten einer amerikanischen Vorstadtidylle mit unvorstellbaren Grausamkeiten konfrontiert wird, steigt tief hinab in die Abgründe der menschlichen Psyche. Nachdem der brillant geschriebene Roman viele Jahre unter der Hand als geheimer Klassiker die Runde gemacht hatte, erhält er jetzt nicht zuletzt dank Stephen King, der zu diesem Werk auch eine ausführliche Einleitung verfasst hat, die verdiente Aufmerksamkeit und erscheint nun endlich auch als deutsche Erstausgabe.

Titel: Evil (OT: The Girl Next Door)
Autor: Jack Ketchum
Verlag: Heyne Hardcore
Seiten: 336 Seiten
Format: Taschenbuch / Ebook
ISBN: 978-3453675025
Gelesen: Mehrmals, zuletzt Dezember 2016
Wertung:
Preis: 8,95 € / 7,99 €
Bezugsquelle(n): Kaufen könnt ihr das Buch hier und hier.

Der Autor:
In seinem früheren Leben war Jack Ketchum (geboren 1946) Lehrer, Schauspieler, Holzhändler, Literaturagent und Getränkeverkäufer. Damals hieß er noch Dallas Mayr; Jack Ketchum ist das Pseudonym für sein Leben als Autor. Seit Anfang der 80er-Jahre verfasst er Horrorromane, Schmerz und Gewalt, Spannung und Sex bestimmen ihre Atmosphäre. Seine erste Veröffentlichung – „Beutezeit“ – wurde zunächst als Pornografie hart kritisiert. Jack Ketchum selbst war nicht dieser Meinung, überließ es aber seinen Lesern, sich ein eigenes Urteil zu bilden. Inzwischen zählt man seine Bücher zu den Meisterwerken des Horrorgenres.

Meine Meinung:
Alptraumhafte Vorstadtidylle!

Jack Ketchums „Evil“ ist grenzüberschreitend, schockierend und lässt den Leser fassungslos zurück.

Während ich „Evil“ das erste Mal gelesen habe, hatte ich die Hoffnung, dass die Gewalt- und Terrorschraube, an der Jack Ketchum dreht, irgendwann hängen bleibt und sich nicht noch weiter in meine Hirnwindungen dreht. Doch weit gefehlt…
Jack Ketchum ist gnadenlos. Kompromisslos. Mit „Evil“ hat der Autor eine dermaßen verstörende und mitreißende Geschichte geschaffen, welche ich nicht mehr vergessen werde. In meinen Augen handelt es sich bei „Evil“ um keinen typischen Horror Roman. Es gibt keine übernatürlichen Monster. Splatter- oder Goreeinlagen sucht man vergeblich.
Es ist eher ein überaus brutales Werk, ein menschenverachtendes und entwürdigendes Drama.

Die Tatsache, dass die Handlung von „Evil“ auf Tatsachen beruht, schockiert noch mehr!
Im Jahr 1965 wurde das Teenagermädchen Sylvia Likens auf eine sehr ähnliche, sadistische Art von ihrer Pflegefamilie, und ja, selbst von den Nachbarskindern, gequält und zu Tode gefoltert. Unvorstellbar, welch kranke Ader manch ein Mensch haben kann…
Die Geschichte und das Leiden von dem Mädchen Meg in „Evil“ geht wirklich unter die Haut.

Ihr dürft hier keine Horror Geschichte erwarten, welche ihr vielleicht von Stephen King gewohnt seid.
Dennoch kann ich das Buch wärmstens empfehlen!

Für mich ist „Evil“ von Jack Ketchum ein grandioses, sehr spannendes Werk über die dunkelsten Ecken der menschlichen Psyche und erhält von mir 9 / 10 Punkte!

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