Providence Band 1 von Alan Moore (Rezension #057)

Alan Moore ist der profilierteste Comic-Autor aller Zeiten. Seine neue Serie PROVIDENCE, die das Werk von H. P. Lovecraft dekonstruiert und neu interpretiert, wird als WATCHMEN des Horrors gefeiert. Und so, wie From Hell eine Meditation über Jack the Ripper war, ist PROVIDENCE eine intensive Geschichte über Lovecrafts Kosmos und die Welt in den Schatten.

Providence Band 1
Providence Band 1

Titel: Providence Band 1 (OT: Providence 1-4)
Autor: Alan Moore
Verlag: Panini
Seiten: 144 Seiten
Format: Softcover
ISBN: 978-3857985712
Gelesen: mehrmals, zuletzt Januar 2018
Wertung:
Preis: 19,99 €
Bezugsquelle(n): Kaufen könnt ihr das Buch als Softcover.

Meine Meinung:
Alan Moore meets H. P. Lovecraft

„Providence Band 1“ von Alan Moore spielt im New York der 1920er und wir lernen direkt zu Beginn den Journalisten Robert Black kennen. Angetrieben durch ein anregendes Gespräch mit dem Wissenschaftler Dr. Alvarez und sein eigenes Interesse an Okkultismus und alten Mythen begibt er sich auf die Reise nach Neuengland, wo er ein Buch über Okkultismus und längst vergessen geglaubte Mythen und Legenden schreiben will. Durch seine Recherchen gerät er immer tiefer in einen Strudel von menschlichen Abgründen und unerklärlichen Ereignissen. Nach und nach fällt es ihm immer schwerer, zwischen Traum und Realität zu unterscheiden…

Als H. P. Lovecraft Fand habe ich mich sehr auf „Providence Band 1“ gefreut, nachdem ich „Neonomicon“ von Alan Moore und Jacen Burrows bereits sehr genossen habe! Wieder einmal haben mich die beiden nicht enttäuscht!

Allerdings ist „Providence“ in meinen Augen kein Comic, den man mal auf die Schnelle nebenbei lesen kann. Die komplexe Geschichte bedarf beim Lesen etwas Aufmerksamkeit, besonders da an jedes „Heftende“ Auszüge aus Robert Blacks Tagebuch, aus Broschüren und okkulten Texten anknüpfen.

Zusätzlich zu der Story von Alan Moore konnten mich auch die Zeichnungen von Jacen Burrows überzeugen. Sein Zeichenstil passt perfekt zu der ungewöhnlichen Geschichte Moores. Die dunkel gehaltene Farbgebung passt perfekt zur düsteren Atmosphäre des Settings. Stellenweise sind die Zeichnungen auch sehr detailverliebt und verleiten zum Verweilen bei den jeweiligen Panels.

Abschließend findet man in „Providence Band 1“ eine sehr umfangreiche Covergalerie mit allen Covern der US-Ausgaben (inklusive allen Variant Covern).

Mich konnte „Providence Band 1“ von Alan Moore definitiv überzeugen und ich kann es jedem H. P. Lovecraft Fan wärmstens empfehlen!
Von mir erhält „Providence Band 1“ von Alan Moore 7 von 10 Punkte.

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