Fr. Mai 24th, 2024

Bei dem namensgebenden Protagonist Matthew Corbett handelt es sich um einen Gerichtsdiener, welcher sich zusammen mit dem Richter Isaac Woodward auf den Weg nach Fount Royal macht, um dort einen Hexenprozess zu führen. Bei der mutmaßlichen Hexe Namens Rachel Howarth handelt es sich um eine junge, attraktive und exotische Schönheit. Sie wird der Hexerei bezichtigt, der Unzucht mit dem Teufel selbst und sie soll zwei Morde begangen haben.
Vieles spricht gegen die Hexe, da das kleine Städtchen Fount Royal von Missernten, langanhaltenden Regenfällen, Bränden und dem erscheinen dämonischer Gestalten geplagt wird. Viele der Einwohner sind bereits geflohen und jene, die geblieben sind, sehen in Rachel Howarth die Verursacherin.
Richter Woodward soll mit seinem Gerichtsdiener Matthew Corbett den Hexenprozess gegen Rachel Howarth führen und sie so schnell wie möglich auf den Scheiterhaufen bringen. Doch Matthew Corbett hegt große Zweifel an ihrer Schuld und widmet sich dem Prozess auf seine Weise um die Wahrheit ans Licht zu bringen.

Robert McCammon ist ein wahres Genie! Mit seinem Werk „Matthew Corbett und die Hexe von Fount Royal – Band 1“ hat er mich schlichtweg durch seinen Schreibstil begeistern können! Seine extrem bildhafte und intensive Art die Geschichte zu erzählen hat mich direkt gefesselt. Das Aussehen und die Sprache der Bewohner Fount Royals, die Landschaft, selbst die Geräusche und Gerüche sind nahezu greifbar und realistisch dargestellt.

Mit den vorkommenden Charakteren wurde ich sofort warm! Allen voran der überaus sympathische Gerichtsdiener Matthew Corbett. Ein – für die Zeit – sehr fortschrittlich denkender Mann, der angebliche Tatsachen hinterfragt und stets unvoreingenommen und besonnen bleibt.
Ebenfalls finde ich den 55-jährigen Richter Isaac Woodward sehr sympathisch. Auch wenn er durch seine jahrelange Erfahrung und Weitsicht an seinen alten Statuten und seiner Meinung fest hält, ist er mir sehr sympathisch.
Die Hexe Rachel Howarth kommt einem beim Lesen nicht wie eine alte, bösartige Hexe vor. Sie ist eine junge Schönheit, die in die Missgunst der Bewohner Fount Royals gefallen ist und nun für ihre vermeintlichen Taten büßen soll.
Ebenfalls sind die weiteren Bewohner Fount Royals (der Stadtgründer, der Lehrer, der Arzt, der Rattenfänger, der Schmied – nur um ein paar Beispiele zu nennen) sehr gut ausgearbeitet und äußerst lebhaft beschrieben, so dass man sie bildlich vor sich sehen kann.

McCammons Schreibstil ist in meinen Augen einfach umwerfend! Er versteht es perfekt, den Leser emotional zu berühren. Man wird auf falsche Fährten geschickt, rätselt mit, zweifelt Zeugenaussagen an und fiebert mit. Meiner Meinung nach ist die Handlung durchweg spannend und sehr angenehm und flüssig dargestellt. Es passt einfach alles zusammen!

Da es sich bei „Matthew Corbett und die Hexe von Fount Royal – Band 1“ nur um den ersten Teil des englischen Originals handelt, endet das Buch mit einem fiesen Cliffhanger und viele Fragen bleiben unbeantwortet. Das macht die Wartezeit definitiv zu einer Qual! 😀

Von meiner Seite vielen Dank an den Luzifer Verlag für den grandiosen Auftakt einer Reihe, die ich definitiv weiter lesen werde! Und noch ein großes Lob für das Coverartwork! Ich finde das Cover wunderschön und sehr stimmig!
Absolute Leseempfehlung meinerseits!

⭐️⭐️⭐️⭐️

Von Matt

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